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	<title>Hannes Zucali EAPPI Einsatz &#187; Hannes</title>
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		<title>Shepherding und Landnahme</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2014 17:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich wie schon des öfteren mit den Schafhirten unterwegs. In diesem Dorf jedoch das erste mal.  Wir wurden sofort freundlich empfangen. Es waren drei  Männer voll jugendlicher Energie. Ich wunderte mich, dass wir uns mit den Schafen nicht weit vom Dorf entfernten. Wieso sind wir hier?  Hier sind die Menschen doch in Sicherheit. Das [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern war ich wie schon des öfteren mit den Schafhirten unterwegs. In diesem Dorf jedoch das erste mal.  Wir wurden sofort freundlich empfangen.<br />
Es waren drei  Männer voll jugendlicher Energie. Ich wunderte mich, dass wir uns mit den Schafen nicht weit vom Dorf entfernten. Wieso sind wir hier?  Hier sind die Menschen doch in Sicherheit. Das Settlement ist so weit weg. Wir hatten eine lustige Zeit. Fotoshooting war angesagt. Noch eines und noch eines. Sie konnten nicht genug  bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="wp-image-219 alignleft" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Fotoshooting1-205x300.jpg" alt="Fotoshooting1" width="256" height="374" />Doch dann zeigte einer in Richtung Susiya Settle-ment. Dort tauchte eine Schafherde auf, gefolgt von einem Schäfer mit drei Hunden. Ich fragte mich, wo ist die Grenze zwischen Settlement und diesem Dorf. Es gab keine Anhalts-punkte in der Landschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Schäfer kommt in großem Bogen, aber zielstrebig in unsere Nähe.  Was will er? Warum weidet er hier? Will er die Konfrontation? Ja, zu der kam es auch. Plötzlich standen sich die Schäferhunde gegenüber, dann die Männer. Zum Glück waren die plästinensischen Schäfer in der Überzahl und keine Soldaten in der Nähe. Der Siedler zog mit seinen Hunden und Schafen wieder ab.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/JHesch2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-254" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/JHesch2-1024x298.jpg" alt="J'Hesch2" width="474" height="137" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Später erfuhr ich, dass die Strasse zum Wachturm eine sogenannte Grenze war. Die wurde vom Siedler deutlich und bewusst über-schritten und setzte so ein Zeichen: &#8220;auch dieses Land gehört mir&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Erstaunt war ich, mit welcher Ruhe aber Entschlossenheit die Männer reagierten. Auch nachher spürte ich zwar die Erregung, aber keinen Hass.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war überrascht, wieviel Land das Settlement beansprucht und habe nachgefragt, wie die Siedler zu diesem Land kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser Hausvermieter und unser Fahrer stammen aus der uralten plästinensischen Siedlung Susiya. Sie hatten sogar Bsitzdokumente aus der osmanischen Zeit. Nicht alle können den Besitz so nachweisen. Trotzdem wurden sie aus ihrem Dorf vertrieben, da sich unter ihrer Mosche Mauerreste einer alten Synagoge befanden und das</p>
<p><img class="alignnone size-large wp-image-282" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/10/Susiya-Sinagoge-1024x660.jpg" alt="Susiya Sinagoge" width="474" height="305" /></p>
<p style="text-align: justify;">Land zum historischem Sperrgebiet erklärt wurde. Dann wurde in der Nähe ein Militärstützpunkt errichtet. Rund um den Stützpunkt eine Sicherheitszone. In dieser Sicherheitszone stellten einige Siedler ihre Kontainer auf. Die Siedlung wuchs an und mit ihr die Sicherheitszone.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bewohner des Dorfes bekamen weder Schadenersatz für das verlorene Land, noch eine Bauerlaubnis für neue Häuser. Sie blieben trotzdem auf dem Land und bauten ihre Wohnstätten in der Nähe wieder auf. Für alle diese Behausungen, den Häuser kann man sie nicht nennen, wurde vom Militär eine &#8220;Demolition Order&#8221; ausgestellt, können also jederzeit zerstört werden.  Viele wurden auch dem Erdboden gleich gemacht, ebenso Zisternen, Olivenbäume und Weinstöcke. So leben im Dorf trotz hoher Geburtenraten noch etwa halb so viel Bewohner wie vor 30 Jahren. Das für sie nutzbare Land ist aber so geschrumpft, dass es als Lebensgrundlage auch für diese kleine Gruppe kaum mehr reicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-large wp-image-279" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/10/Susiya-Strom-1024x488.jpg" alt="Susiya Strom" width="474" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Zynismus mit dem das geschieht wird sichtbar, wenn man sieht, dass zu jedem noch so kleinen illegalem israelischen Outpost Wasser und Strom geleitet und die Strassen asphaltiert werden. Die Leitungen und Strassen führen über die Grundstücke der Palästinenser, oft direkt an ihren Häusern vorbei,  sie selbst haben keinen Zugang zu dieser Versorgung.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/10/zerstörte-Stroml.jpg"><img class="alignnone  wp-image-283 alignleft" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/10/zerstörte-Stroml.jpg" alt="zerstörte Stroml" width="253" height="323" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Bewohner dieser Siedlung versuchten eine Stromleitung zum nahe gelegenen Nachbardorf in Area A zu verlegen. Sie wurde von der Armee zerstört. Die Militärbehörde ist für die Genehmigung zuständig und wird diese auch nicht ausstellen, da die Siedlung ja illegal ist, (nach israelischem Recht)  ganz im Gegenteil zu den illegalen israelischen Outposts.</p>
<p style="text-align: justify;">Das letzte mal habe ich euch von dem kleinen Dorf Bir al &#8216;Idd berichtet.  Es war einmal ein Dorf. Jetzt lebt dort nur noch eine Familie. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Familie aufgibt.</p>
<p style="text-align: justify;">So geschieht hier ganz still und leise Vertreibung und Landnahme.</p>
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		<title>Einfach wunderschön</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 20:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten eine wunderschöne Nacht. Ganz friedlich. Einen wunderschönen Sonnenaufgang. Ein herrliches Frühstück. Die Burschen haben wirklich ein Gespür für Kleinigkeiten, das Schöne. Alleine wie sie gestern das Abendessen und heute das Frühstück serviert haben. Die Schüsseln wurden nicht einfach hingestellt. Nein, mit Liebe haben sie für jede den richtigen Platz gesucht, so dass zusammen ein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd4.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-265" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd4.jpg" alt="Bir al 'Idd4" width="474" height="307" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wir hatten eine wunderschöne Nacht. Ganz friedlich. Einen wunderschönen Sonnenaufgang. Ein herrliches Frühstück. Die Burschen haben wirklich ein Gespür für Kleinigkeiten, das Schöne. Alleine wie sie gestern das Abendessen und heute das Frühstück serviert haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Schüsseln wurden nicht einfach hingestellt. Nein, mit Liebe haben sie für jede den richtigen Platz gesucht, so dass zusammen ein gutes Bild entsteht. Auch ihre Gestik und Sprache ist sehr aufmerksam und behutsam. Im Gegensatz zu anderen Familien, wo sehr laut und kraftvoll gesprochen und gestikuliert wird, so dass es in meinen Ohren manchmal wie Streit klingt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann machen wir uns auf den Rückweg, schauen immer wieder zurück, suchen schöne Motive für unsere Dokumentation.</p>
<p><img class="alignnone  wp-image-267" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd6.jpg" alt="Bir al 'Idd6" width="477" height="295" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Ställe und die Wohnung der Nachbarfamilie liegen verlassen da. Diese Familie hat diesem Frühling beschlossen, nach Yatta zu ziehen. Sind ihnen der ewige Konflikt und die Drohungen der Siedler  zu viel geworden?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-large wp-image-268" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd7.jpg" alt="Bir al 'Idd7" width="474" height="316" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich schaue in die verlassenen Mauern, sehe dass sie begonnen haben ein neues Gebäude mit Ziegeln zu errichten. Es ist nicht fertig geworden. Hat mitten in der Hoffnung auf eine gute Zukunft die Angst gesiegt?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="wp-image-264 alignleft" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd3.jpg" alt="Bir al 'Idd3" width="485" height="341" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wir gehen weiter. Kurz darauf hören wir von ferne Kanonendonner und Maschinengewehrsalven. Die israelischen Soldaten in der nahe gelegenen „Firing Zone 918“ üben den Krieg, üben wie sie schneller und effektiver töten können.</p>
<p style="text-align: justify;">Da kommen mir die Worte in den Sinn: „Wer Freunde sucht, wird Freunde finden, wer Feinde sucht, wird Feinde finden“.</p>
<p style="text-align: justify;">PS:<br />
Warum waren wir dort? Gestern Nachmittag bekam Abed, unser Fahrer einen Anruf, dass am Vorabend Siedler in die Nähe des Dorfes Khirbet Bir al &#8216;Idd gekommen sind. Alleine dieser Umstand verbreitet Angst. Aber nicht unbegründet. Vor einem halben Jahr haben sie versucht mit Steinen diese Solarkollektoren zu zerstören.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd9.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-274" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd9-1024x494.jpg" alt="Bir al 'Idd9" width="474" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Kirbet Um al Idd, ein Dorf? Ja, das war es einmal. Jetzt wohnen dort nur noch ein alter Mann mit seiner Frau. Die Kinder leben im Ausland und im nahe gelegenen Yatta und helfen bei Bedarf.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone  wp-image-262 alignleft" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/Bir-al-Idd1-797x1024.jpg" alt="Bir al 'Idd1" width="239" height="296" />Noch etwas. Es ist einfach wunderbar, wie hier Ver-gangenheit und Gegenwart spürbar werden. Wir über-nachteten in einer Steinhöhle, wie vor vielen Jahrhunderten, jedoch mit glattem, sauberen Betonboden, elektrischem Licht und Fernseher mit Sendungen in Englisch. Es war einfach ein gutes Gefühl hier zu wohnen.</p>
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		<title>House demolition</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2014 10:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir waren gerade auf Besuch bei einem Schäfer, da erreichte uns die Nachricht, „Alert – Ongoing demoliton in Khashem ad Daraj al Hathalin“. Wir kannten dieses Dorf nicht, aber es war in unserem Bereich. Sofort hinfahren war nicht sinnvoll, denn die Zufahrtstrasse war gesperrt. So beendeten wir unseren Besuch in Ruhe. Alsdann gingen wir auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir waren gerade auf Besuch bei einem Schäfer, da erreichte uns die Nachricht, „Alert – Ongoing demoliton in Khashem ad Daraj al Hathalin“. Wir kannten dieses Dorf nicht, aber es war in unserem Bereich. Sofort hinfahren war nicht sinnvoll, denn die Zufahrtstrasse war gesperrt. So beendeten wir unseren Besuch in Ruhe.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-9.jpg"><img class="alignnone wp-image-232 size-full" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-9.jpg" alt="house demolition 9" width="970" height="516" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-222"></span>Alsdann gingen wir auf die Suche nach diesem Dorf, das ganz abgelegen am Rande der Wüste war. Als ich das Dorf von weitem sah, fragte ich mich, wie können Menschen hier überleben. Woher bekommen sie Wasser? Und doch, am Strassenrand sah ich im ausgetrockneten rotbraunen Lehmboden spuren von Ackerbau. Unglaublich, auch hier kann Getreide angebaut werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-6.jpg"><img class="alignnone wp-image-228 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-6-1024x324.jpg" alt="house demolition 6" width="474" height="149" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Rund um das Dorf nur grauer Sandboden, kein Grashalm, nur da und dort ein paar stachelige, verdorrte Disteln.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei einer Hausgruppe sahen wir Autos und eine kleine Menschenansammlung. OCHA, eine UNO Organisation zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen ist bereist hier. Was wir dann sehen ist einfach unvorstellbar. Welchen Zweck verfolgt die Zerstörung dieser Gebäude?</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-5.jpg"><img class="alignnone wp-image-227 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-5-1024x370.jpg" alt="house demolition 5" width="474" height="171" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-1.jpg"><img class="alignnone wp-image-223 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-1-1024x573.jpg" alt="house demolition 1" width="474" height="265" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-10.jpg"><img class="alignnone wp-image-237 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-10-1024x772.jpg" alt="house demolition 10" width="474" height="357" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die rechtliche Lage dieser Menschen ist sehr prekär. Es sind Beduinen, die hier leben. Vermutlich wurde ihr Lebens- und Bewegungsraum so stark eingeschränkt, dass sie quasi sesshaft werden mussten. So haben sie begonnen Häuser zu bauen. Irgendwo &#8211; am Rande der Wüste. Offensichtlich gibt es hier eine Wasserquelle.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-3.jpg"><img class="alignnone wp-image-225 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-3-733x1024.jpg" alt="house demolition 3" width="474" height="662" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-large wp-image-226" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-4-1024x459.jpg" alt="house demolition 4" width="474" height="212" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wem gehört diese Wüste? Wer hat ihnen erlaubt hier zu bauen?</p>
<p style="text-align: justify;">Die wesentliche Frage für mich ist, wer hat Interesse es ihnen zu verbieten. Hier, wo so viel Platz ist, wo sonst niemand leben will.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-229" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/house-demolition-7.jpg" alt="house demolition 7" width="1000" height="572" /></p>
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		<title>Habt ihr das gewusst?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 07:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde! Ich möchte euch diesmal einige Informationen über Palästina näher bringen. Ich denke das ist hilfreich, um die Brisanz dessen, was ich hier erlebe, betgreifbar zu machen. Das größte Desaster für Palästina waren meiner Meinung nach die Vereinbarungen von Oslo. Das Ziel dieser Vereinbarungen war, die Grundlage für einen palästinensischen Staat zu legen. Lange [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde!</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte euch diesmal einige Informationen über Palästina näher bringen. Ich denke das ist hilfreich, um die Brisanz dessen, was ich hier erlebe, betgreifbar zu machen.<span id="more-179"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das größte Desaster für Palästina waren meiner Meinung nach die Vereinbarungen von Oslo. Das Ziel dieser Vereinbarungen war, die Grundlage für einen palästinensischen Staat zu legen. Lange Zeit herrschte in Israel und Palästina das Gefühl und die Hoffnung, dass durch diesen Vertrag Friede zwischen diesen Beiden Völkern  möglich wird. Das reale Ergebnis war jedoch die totate Fragmentierung dieses Landes. Die folgende Karte gibt einen Überblick. (durch Klick auf die Karte wird sie in Origilagrösse gezeigt)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/ochaopt_atlas_westbank_december2011.jpg"><img class="alignnone wp-image-186 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/ochaopt_atlas_westbank_december2011-724x1024.jpg" alt="ochaopt_atlas_westbank_december2011" width="474" height="670" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Einteilung in Area A/B und C ist eine Regelung aus dem Vertrag von Oslo. Das Ziel war, dass die palästinensische Autonomiebehörde schrittweise die Kontrolle über alle Gebiete übernimmt.  Doch 2000 kam mit der 2. Intifada das plötzliche Ende dieser so hoffnungsvollen Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie kam es dazu?  Kurz nach dem Abkommen wurde Jitzchak Rabin ermordet. In rechten Kreisen galt er als Verräter. 1996 kam Benjamin Netanjahu an die Macht. Sein Minister für die nationale Infrastruktur, Ariel Scharon, förderte massiv den Ausbau der israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten. Sein Aufruf an die Siedler &#8220;Nehmt so viele Berggipfel wie möglich&#8221; wurde begeistert aufgenommen und vom Militär unterstützt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem Ariel Scharon im September 2000 den Tempelberg (Heilige Stätte für Juden, Christen und Araber &#8211; Felsendom und Al-Aqsa Mosche) besuchte brachen Unruhen aus. Die 2. Intifada.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese zerstörte endgültig den so hoffnungsvoll begonnenen Friedensprozess. Die radikalen und gewaltbereiten Kräfte auf beiden Seiten gewannen an Einfluss. Der jetzige Gaza Krieg und seine Folgen sind der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/ochaopt_atlas_restricting_space_december2011.jpg"><img class="alignnone wp-image-183 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/09/ochaopt_atlas_restricting_space_december2011-723x1024.jpg" alt="ochaopt_atlas_restricting_space_december2011" width="474" height="671" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Neben der Siedlungspolitik Ist die Kontrolle über die Wasservorkommen ein weiterer wesentlicher Aspekt. Diesen zu beleuchten sprengt aber den Rahmen dieses Beitrages.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere sehr gute Informationen findet ihr unter <a href="http://www.ochaopt.org">http://www.ochaopt.org</a></p>
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		<title>Checkpoint Meitar</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2014 09:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Bild seht ihr einen wunderschönen Chepoint. Den dürfen aber nur Israeli, oder Palästinenser mit israelischem Pass benutzen &#8211;  und natürlich Ausländer wie wir. Der Checkpoint für Palästinenser, nur wenige Meter daneben, schaut so aus. Wir sind hier immer am Sonntag morgen von 4:00 – 7:00 Uhr, denn dann beginnt in Israel die Arbeitswoche, und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auf dem Bild seht ihr einen wunderschönen Chepoint. Den dürfen aber nur Israeli, oder Palästinenser mit israelischem Pass benutzen &#8211;  und natürlich Ausländer wie wir.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-152"></span>Der Checkpoint für Palästinenser, nur wenige Meter daneben, schaut so aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/20140824-Meitar5.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-158" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/20140824-Meitar5-1024x493.jpg" alt="20140824 Meitar5" width="474" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind hier immer am Sonntag morgen von 4:00 – 7:00 Uhr, denn dann beginnt in Israel die Arbeitswoche, und es ist der größte Andrang. Die Abfertigung geht hier sehr schnell vor sich. Mehr als 5000 Menschen passieren in den Morgenstunden diesen Checkpoint. Bisher haben wir keine Schikanen festgestellt. Und trotzdem. Was macht das mit Menschen, die wöchentlich oder gar täglich hier durch müssen? Manchmal gibt es hier unvorstellbare Szenen. Manche wollen nicht warten. Sie klettern einfach über die Absperrungen. Dadurch entsteht ein ungeheures Gedränge. Der Lärmpegel steigt enorm. Stress pur.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/CP-Meitar.jpg"><img class="alignnone wp-image-157 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/CP-Meitar-1024x436.jpg" alt="CP Meitar" width="474" height="201" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und doch. Wirklich aufregen tun sich nur wenige. Ich schaue in die Gesichter. Viele? &#8211; manche schauen relaxed drein, amüsieren sich, lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Diese Menschen habe ich beobachtet und versucht, es ihnen nach zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während ich den Knopf der Zähluhr drücke, mache ich mir Gedanken. Was macht so ein Check Point mit Menschen. Hier werden sie wirklich entmenschlicht. Auch durch mich, der sie zählt, sie zu Nummern macht, zu Zahlen in der Statistik, während sich die Menschen zwischen den Gitterstäben durch zwängen. Getrieben wie Tiere. Ja, da kann ich nur in die Gesichter sehen, die sich schützen, mit einem Lächeln im Gesicht. Nur so kann man hier Mensch bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;"> <a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/20140824-Meitar2.jpg"><img class="alignnone wp-image-161 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/20140824-Meitar2-1024x631.jpg" alt="20140824 Meitar2" width="474" height="292" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, das ist es, was ich hier lernen kann. Wie gehe ich mit einer Situation um, die ich jetzt nicht ändern kann. Leicht ist es für mich nicht, auch wenn ich draußen stehe. Immer wieder kommt das Unverständnis, der Zorn in mir hoch. Doch dann schaue ich wieder in die Gesichter.</p>
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		<title>Geschichten von Khaled</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2014 15:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das letzt mahl habe ich euch erzählt, wie Khaled und seine Familie lebt. Ich habe auch angedeutet, dass das leben hier nicht immer so ruhig ist. Er hat mir ein paar Episoden aus seinem Leben erzählt. 2001 kommen Siedler in Begleitung von Soldaten auf sein Feld und besichtigen das Land . Sie wollen eine neue [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das letzt mahl habe ich euch erzählt, wie Khaled und seine Familie lebt. Ich habe auch angedeutet, dass das leben hier nicht immer so ruhig ist. Er hat mir ein paar Episoden aus seinem Leben erzählt.</p>
<p style="text-align: justify;">2001 kommen Siedler in Begleitung von Soldaten auf sein Feld<span id="more-85"></span><br />
und besichtigen das Land . Sie wollen eine neue Siedlung errichten. Khaled erklärt, dass dies sein Land ist. Aus einiger Entfernung, denn er weiß, dass Siedler sehr gefährlich sein können. Auf einmal greift ein Siedler nach dem Gewehr eines Soldaten und schießt Khaled in den Unterleib. Er erwacht wieder im Krankenhaus. Nach 6 Monaten kann er es verlassen. Er zeigt uns seinen Bauch. Dieser hängt unförmig über den Gürtel herunter. Viele Narben und Verwachsungen sind sichtbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Siedler ist drei Tage im Gefängnis und wird dann in die USA abgeschoben. Das war´s. Jedoch die Siedlung wurde unter dem Schutz des Militärs gebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">2004 sieht er einen Siedler, der auf seinem Grund Wein anbaut. Als er ihm sagt, dass es sein Land sei, bekommt er zur Antwort: „mir wurde es von Gott gegeben“ . Kahled geht vor Gericht und bekommt Recht. Jedoch erst nach 7 Jahren Kampf. Außergewöhnlich ist, dass der Siedler das Land auch zurückgeben muss. Viele bekommen Recht, aber ohne dass die Siedler das Land verlassen müssen. Für uns unvorstellbar. Die 7 Jahre Ernteausfall werden nicht ersetzt. Auch nicht die Gerichtskosten.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl Khaled nachweisen kann, dass es sein Land ist,  sind alle &#8220;Konstruktionen&#8221; auf seinem Grund illegal. Ihr wundert euch sicher über den Begriff Konstruktionen. Selbst für einen einfachen Zaun benötigen die Palästinenser eine Baugenehmigung, denn dies ist eine Konstruktion. Die Baugenehmigung erteilt in Area C (lt. Oslo Abkommen wurde Palästina in drei Zonen zergliedert) die Militärbehörde diese Genehmigungen. Für die palästinensische Bevölkerung werden diese nur für ca. 1% des Landes erteilt. Es ist also für diese Menschen so gut wie unmöglich, legal etwas zu errichten. So kommt es, dass das ganze Dorf Qawawis, in dem Khaled wohnt, aus illegalen Gebäuden besteht. Das erklärt auch, warum die Menschen in diesen primitiven Behausungen wohnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Quawawis-mit-Avigayil1.jpg"><img class="alignnone wp-image-123 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Quawawis-mit-Avigayil1-1024x558.jpg" alt="Quawawis mit Avigayil" width="474" height="258" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Während Kahled seine Geschichten erzählt schaue ich ihm ins Gesicht. Ein ernstes, freundliches Gesicht. Ich spüre keinen Hass und keine Verbitterung. Nur die Entschlossenheit, sein Leben als freier Bauer zu leben.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Khaled11.jpg"><br />
</a></p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Khaled1.jpg"><img class="aligncenter wp-image-133" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Khaled1-250x300.jpg" alt="Khaled1" width="293" height="352" /></a></p>
<p>So gibt es hier immer wieder Zwischenfälle. Der letzte war in diesem Mai, da wurde die ganze Getreideernte von Siedlern verbrannt. Ohne Folgen für die Siedler.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Verbrannte-Ernte.jpg"><img class="alignnone  wp-image-140" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Verbrannte-Ernte.jpg" alt="Verbrannte Ernte" width="472" height="354" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In einem Bericht einer EAPPI Gruppe vor uns lese ich, dass ein Siedler aus dem Auto aussteigt und die Schafe vertreibt und mit Steinen bewirft. Anwesende israelische Friedensaktivisten versuchen dem Schäfer zu helfen. Es kommt zu Auseinandersetzungen. Die Polizei kommt. Verhört alle Anwesenden mit Ausnahme des Siedlers    und verhaftet anschließend den Schäfer.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Bauern aufgeben, und das Land im Bereich der Siedlung 3 Jahre nicht mehr bewirtschaften, wird es von Israel konfisziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist die Realität in Zone C. Für mich gezielte Vertreibung.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Haus.jpg"><img class="alignnone wp-image-130" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Haus-300x210.jpg" alt="Haus" width="470" height="329" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wir können diesen Menschen insofern helfen indem wir sie tageweise bei der Arbeit begleiten und ihnen subjektiven Schutz geben. Auch dass ihre Anliegen ernst genommen werden, wir sie begleiten, gibt ihnen Kraft zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit die Situation noch etwas greifbarer wird. Die Siedler haben genug Wasser aus der öffentlichen Versorgung, so dass sie auch ihre Weinreben bewässern können. Selbst die nach isrealischem Recht illegalen Outpost&#8217;s haben Strom und Wasseranschluss. Die Straßen sind asphaltiert. Die Palästinenser, nur wenige hundert Meter daneben sammeln das Wasser in Zisternen oder müssen das Wasser mit Tankwagen herführen. Dabei werden sie aber immer wieder behindert, da sie die Straßen der Siedler benützen müssen. Den Strom erzeugen sie mit Solarpanelen, Windkraft oder Dieselagregaten. Diese Infrastruktur wird aber immer wieder zerstört, da es dafür keine Baugenehmigung gibt, obwohl diese oft mit Hilfsgeldern aus Europa errichtet werden.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schild.jpg"><img class="alignnone wp-image-132 size-large" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schild-683x1024.jpg" alt="Schild" width="474" height="710" /></a></p>
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		<title>Ein Tag mit Khaled</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2014 18:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Kahled wohnt in einem kleinen Dorf namens Quwawis, ca. 10km südlich von Yatta.  Abed, unser Fahrer brachte uns am Morgen mit dem Auto zu Kahled, der bereits zusammen mit seinem Sohn Ahmad die Schafe und Ziegen hütet. Ein Gespräch ist schwierig, da beide nur ganz wenige Worte englisch sprechen. So bleibt viel Zeit zum beobachten. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Kahled wohnt in einem kleinen Dorf namens Quwawis, ca. 10km südlich von Yatta.  Abed, unser Fahrer brachte uns am Morgen mit dem Auto zu Kahled, der bereits zusammen mit seinem Sohn Ahmad die Schafe und Ziegen hütet. Ein Gespräch ist schwierig, da beide <span id="more-106"></span>nur ganz wenige Worte englisch sprechen. So bleibt viel Zeit zum beobachten. Mich fasziniert, dass die Tiere auf diesem kargen und ausgetrockneten Boden überhaupt etwas zu fressen finden. Aber es scheint, dass es ihnen schmeckt. Ihre Köpfe sind stetig am Boden und sie Zupfen einen verdorrten Grashalm nach dem andern.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone  wp-image-115" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schafe-300x217.jpg" alt="Schafe" width="478" height="345" /></p>
<p style="text-align: left;">Nach einiger Zeit führen wir sie zu einer Zisterne. Ahmad schöpft mit einem Kübel Wasser für die Tiere. Die Tiere haben eine feste Ordnung. Zuerst kommen die Ziegen, dann die Schafe.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Unbenannt.jpg"><img class="alignnone wp-image-116" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Unbenannt-300x180.jpg" alt="Unbenannt" width="470" height="282" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Um ca.10:00 kommen wir zurück zur Behausung. Diese besteht aus dünnen Ziegelwänden, über welche eine Plane gespannt ist. Der Betonboden ist blank poliert.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Quawawis-mit-Avigayil1.jpg"><img class="alignnone wp-image-123" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Quawawis-mit-Avigayil1-300x163.jpg" alt="Quawawis mit Avigayil" width="470" height="255" /></a> In einer  Ecke  steht der  Gaskocher  mit den Kochutensilien. Alles in großen Kübeln und Wannen verstaut. Auch einen Kühlschrank gibt es, gespeist von Solarpanelen. <a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Küche.jpg"><img class="alignnone wp-image-109" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Küche-300x221.jpg" alt="Küche" width="473" height="348" /></a>In einer anderen Ecke sind Matratzen aufgestapelt. Wenn Besuch kommt,  werden  sie  am Boden als Sitzgelegenheit aufgelegt. In einer anderen  Ecke  ist der  Fernseher.  Dieser  ist fast  die ganze Zeit  eingeschaltet.  Hauptsächlich  werden Kriegsberichte gesendet. Immer wieder die gleichen Bilder.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Fernseher.jpg"><img class="alignnone wp-image-107" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Fernseher-300x219.jpg" alt="Fernseher" width="470" height="343" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Außer Khaled, seinem Sohn, seiner Frau und Schwiegermutter sind noch zwei Besucher da. Sie lagern mit uns auf den Matten. Es wird Tee getrunken und geplaudert, während die Frauen Essen zubereiten. Eile scheint es hier nicht zu geben.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/zu-Besuch.jpg"><img class="alignnone wp-image-118" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/zu-Besuch-206x300.jpg" alt="zu Besuch" width="232" height="338" /></a><img class="alignnone  wp-image-117" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/waschen-205x300.jpg" alt="waschen" width="231" height="338" /></p>
<p style="text-align: left;">Nachdem wir gegessen haben, deutet uns Khaled, dass wir es uns gemütlich machen sollen. Mittagsschlaf ist angesagt. Doch aus dem wird nichts. Ein Kleinbus bringt Besuch. Es sind zwei Töchter mit ihren Kindern. Nach der Begrüßung durchstöbern die Töchter den Kühlschrank und schauen in jeden Winkel. Sie Übernehmen sofort das Zepter, machen Ordnung, waschen ab, kehren den Boden. Ich fühle mich wie zu Hause und sehe meine Schwestern vor mir. Auch sie wirbelten so durchs Haus wenn wir die Eltern besuchten. Bald wird mir klar, warum sie hier sind. Am Tag zuvor wurde geschlachtet und die Frauen helfen die Därme und Innereien zu säubern.</p>
<p style="text-align: left;">Nach einiger Zeit kehrt wieder Ruhe ein, da jeder seine Arbeit gefunden hat. Und uns bleibt doch noch Zeit für ein Mittagsschläfchen.</p>
<p style="text-align: left;">Um drei geht es dann in den Stall und die Frauen melken die Ziegen und Schafe. Dann ist es wieder Zeit, die Schafe auf die spärliche Weide zu führen.<a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schafe-melken.jpg"><img class="alignnone wp-image-113" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schafe-melken-300x210.jpg" alt="Schafe melken" width="468" height="328" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Ich war erstaunt über das Verhältnis zwischen Mann und Frau. Ich habe den Eindruck, dass jeder seinen klaren Arbeitsbereich hat und dass sie sich auf Augenhöhe begegnen. Die Frauen stehen aufrecht und stolz und sagen ihre Meinung. Auch im Bus und auf der Straße habe ich diesen Eindruck.</p>
<p style="text-align: left;">Warum sind wir eigentlich hier, wenn alles so ruhig und friedlich scheint? Grund dafür sind die israelischen Siedlungen rund um dieses Dorf. Aber darüber schreibe ich ein andermal.</p>
<p style="text-align: left;">Hier noch einige Bilder die zeigen wie nahe die israelischen Siedlungen sind,</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schafe-mit-susiya.jpg"><img class="alignnone wp-image-114" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Schafe-mit-susiya-300x220.jpg" alt="Schafe mit susiya" width="465" height="341" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Mitzpe-Yair-sheperin.jpg"><img class="alignnone wp-image-110" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Mitzpe-Yair-sheperin-300x209.jpg" alt="Mitzpe Yair sheperin" width="465" height="324" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Für heute möchte ich mich nur für diesen schönen Tag mit all den neuen Eindrücken bedanken.</p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>K/Ein Kindergarten für Susiya</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2014 04:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde! Es fällt mir sehr schwer, das heute erlebte so in Worte zu fassen dass auch für euch die Dimension dieser eigentlich kleinen Begebenheit spürbar wird. Wir wurden heute Nachmittag nach Susya gerufen, weil dort das Militär den Abtransport eines Caravans verlangte. Wir konnten uns vorerst nichts darunter vorstellen. Als wir ankamen, sahen wir [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Caravan_Soldaten.jpg"><img class="alignnone wp-image-104" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Caravan_Soldaten-300x84.jpg" alt="Caravan_Soldaten" width="472" height="98" /></a></p>
<p>Liebe Freunde!</p>
<p style="text-align: justify;">Es fällt mir sehr schwer, das heute erlebte so in Worte zu fassen dass auch für euch die Dimension dieser eigentlich kleinen Begebenheit spürbar wird.<span id="more-89"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wir wurden heute Nachmittag nach Susya gerufen, weil dort das Militär den Abtransport eines Caravans verlangte. Wir konnten uns vorerst nichts darunter vorstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Als wir ankamen, sahen wir einige Militärfahrzeuge und einen Haufen Menschen. Ich fragte Abed, unseren Fahrer, was wir sagen sollen, wenn wir vom Militär befragt werden was wir hier wollen. Wir besuchen die Schule, war seine Antwort. Aber wir waren für das Militär uninteressant und so erfragten wir langsam, worum es hier ging.</p>
<p style="text-align: justify;">Die „Cooperazione Italiana allo Sviluppo Ministero degli Affari Esteri“ plante im Einvernehmen mit israelischen Behörden einen Caravan (= Container auf Rädern) bei der Schule für die Kinder des Dorfes aufzustellen, und versuchten so die Baugenehmigung zu umgehen. Jedoch noch bevor der Lastwagen wieder abfahren konnte, war schon das Militär da und verlangte den sofortigen Abtransport.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erlebten auf diese Weise, dass das Militär hier mehr zu sagen hat, als alle zivilen Organe. Oder verstecken sich die Zivilen Behörden hinter dem Militär, das ja für die Sicherheit im Land zuständig ist?  12 schwergewaffnete Männer.  Verhandelt hat eine Frau.  Auch mit Gewehr am Rücken. Freundlich, aber keinen Millimeter vom Ziel abweichend. Als alles klar war versuchte sie von allen Anwesenden das Gesicht zu fotografieren. Ein Soldat, mit verschlagenem Gesichtsausdruck und schussbereiter Waffe hielt die Kinder auf Abstand. Mit einem kam ich kurz in ein freundliches Gespräch.  Doch bald unterbrach er und ging weg. Der Kontakt war ihm unangenehm. Hatte er Folgen zu befürchten?</p>
<p style="text-align: justify;">Aber was hat die Etablierung eines Kindergartens mit der militärischen Sicherheit zu tun? Das Dorf Susiya wurde 1962 zerstört und die Menschen ins nichts entlassen. Sie bauten sich in der Nähe neue Häuser die eher Zelten ähneln oder zogen in Felsenhöhlen. Aber auch das ist eigentlich nicht erlaubt und ihre Behausungen sind täglich von der Zerstörung bedroht. Mit internationaler Hilfe haben sie dennoch eine kleine Schule gebaut und versuchen nun durch diesen Container auch für ihre Jüngsten Raum zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Währenddessen werden seit Jahrzehnten auf ihrem Grund und Boden Siedlungen gebaut, mit bester Strom und Wasserversorgung, während sie selbst das Wasser mit Tankwagen herbringen müssen. Selbst ihre Zisternen werden zerstört, da sie keine Baugenehmigung dafür haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das katastrophale an dieser Geschichte ist, dass das kein Einzelfall ist. Diese Politik betrifft die gesamte Zone C. Das sind beinahe 70% des gesamten Westjordanlandes.</p>
<p style="text-align: justify;">In Wikipedia findet ihr einen ausführlichen Beitrag über Susiya. http://en.wikipedia.org/wiki/Susya</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/dusiya-schule.jpg"><img class="alignnone  wp-image-94" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/dusiya-schule-300x116.jpg" alt="dusiya schule" width="460" height="178" /></a>Die Schule von Susiya. Die Bewohner kämpfen gegen den Abbruch-bescheid.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Settlement-Susiya.jpg"><img class="alignnone  wp-image-93" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Caravan-300x92.jpg" alt="Caravan" width="460" height="141" /></a>Der Caravan muss weg</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Settlement-Susiya.jpg"><img class="alignnone  wp-image-95" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Settlement-Susiya-300x124.jpg" alt="Settlement Susiya" width="460" height="190" /></a>Das israelische Susiya.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Susiya-paläsinenser.jpg"><img class="alignnone  wp-image-96" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Susiya-paläsinenser-300x103.jpg" alt="Susiya paläsinenser" width="460" height="158" /></a>Und so leben die Palästinenser. Die Strom- und Wasserversorgung ist nur für die israelische Siedlung.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Susiya</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2014 20:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unserer Arbeit konzentriert sich nicht auf Yatta sondern auf die umliegenden Dörfer und die Beduinen. So machten wir heute unsere erste Ausfahrt und besuchten das Dorf Susiya, ca. 10km südlich von Yatta. Um die Problematik zu begreifen muss man etwas über den Oslo Vertrag wissen. In diesem Vertrag wurde eine Green Line vereinbart,   welche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unserer Arbeit konzentriert sich nicht auf Yatta sondern auf die umliegenden Dörfer und die Beduinen. So machten wir heute unsere erste Ausfahrt und besuchten das Dorf Susiya, ca. 10km südlich von Yatta.<span id="more-70"></span></p>
<p>Um die Problematik zu begreifen muss man etwas über den Oslo Vertrag wissen. In diesem Vertrag wurde eine Green Line vereinbart,   welche das zukünftige Palästina definieren sollte. Dieses Gebiet wurde in drei Zonen unterteilt. Zone A, B und C.  Zone A ist unter palästinensischer Administration mit eigener Polizei, Zone B unter p. Administration mit israelischer Militärgewalt und Zone C unter vollständiger israelischer Kontrolle. Die Kontrolle über das Wasser im gesamten Gebiet ist seit 1968 das Israelische Militär. Siehe dazu:  <a href="http://www.ochaopt.org/documents/ocha_opt_west_bank_access_restrictions_dec_2012.pdf">http://www.ochaopt.org</a><br />
Zur Info: Dunkelbeige = Zone A, hellbeige =Zone B, hellblau = Zone C, rot sind israelische Siedlungen.</p>
<p>Yatta ist in Zone A und Susiya in Zone C. Susiya war bis in die 80iger ein Dorf mit ca. 1000 Einwohnern. Zu dieser Zeit stellte das Militär fest, dass die Häuser keine Bauerlaubnis haben und wurden zerstört. Denn nur Dokumente aus dem osmanischen Reich werden akzeptiert. Palästinenser erhalten in Zone C für nichts eine Bauerlaubnis. Seither leben diese Menschen zerstreut auf Grundstücken, für die sie Urkunden aufweisen können. Die Gebäude sind aber alle illegal und können jederzeit zerstört werden. Selbst Jahrhunderte alte Zisternen werden mit dieser Begründung zerstört. So müssen sie jeden Tropfen Wasser von Yatta mit Tankwagen herbringen, was mit immensen Kosten verbunden ist. Nebenbei werden moderne israelische Siedlungen und Fabriken mit bester Infrastruktur gebaut. In diesen Siedlungen ist das Wasser selbst billiger als in Israel, geschweige denn in Zone A.</p>
<p>Bisher wurden in Zone C auf diese weise mehr als 30.000 Gebäude zerstört und die Menschen ins nichts entlassen. (siehe <a href="http://jahalin.org">http://jahalin.org</a>) Teilweise wurden sogar die Zelte wieder zerstört, die diesen Menschen von der UNO, dem Rotem Kreuz oder anderen Organisationen als Notbehausungen zur Verfügung gestellt wurden.</p>
<p>Wer das nicht selbst gesehen hat, kann das gar nicht glauben.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/?attachment_id=75"><img class="alignnone wp-image-75" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Susiya-300x149.jpg" alt="Susiya" width="447" height="222" /></a><br />
Eine der zerstreuten Siedlungen von Susiya. Diese Häuser sind von der Zerstörung bedroht, da sie keine Bauerlaubnis haben.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Wohnhöhle.jpg"><img class="alignnone wp-image-76 size-medium" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Wohnhöhle-224x300.jpg" alt="Wohnhöhle" width="224" height="300" /></a>          <a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Zisterne.jpg"><img class="alignnone wp-image-77 size-medium" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Zisterne-192x300.jpg" alt="Zisterne" width="192" height="300" /></a></p>
<p>links: selbst diese primitive Behausung wurde vom Bagger zerstört.<br />
rechts: Der Eingang zur Zisterne wurde durch schwere Steine verschlossen.</p>
<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Susiya-neu.jpg"><img class="alignnone wp-image-79" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Susiya-neu-300x111.jpg" alt="Susiya neu" width="449" height="166" /></a><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Zisterne.jpg">M</a>oderne israelische Siedlung neben Susiya</p>
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		<title>Yatta, unser neues Zuhause</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2014 15:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Yatta ist unser Einsatzort, ca. 30 km südlich von Hebron. Wer sind wir. Das sind Era aus den Philippinen, Lisa aus Norwegen, Ron aus Canada und ich. Jetzt ist noch Hans aus Norwegen mit dabei.  Er war die letzten Monate hier und gibt uns sein Wissen weiter. Yatta ist eine Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/ankunft1.jpg"><img class="alignnone wp-image-59" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/ankunft1-300x150.jpg" alt="ankunft" width="226" height="113" /></a><a href="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Ankunft2.jpg"><img class="alignnone wp-image-60" src="http://eappi.zucali.at/wp-content/uploads/2014/08/Ankunft2-300x150.jpg" alt="Ankunft2" width="226" height="113" /></a></p>
<p>Yatta ist unser Einsatzort, ca. 30 km südlich von Hebron.<span id="more-51"></span></p>
<p>Wer sind wir. Das sind Era aus den Philippinen, Lisa aus Norwegen, Ron aus Canada und ich. Jetzt ist noch Hans aus Norwegen mit dabei.  Er war die letzten Monate hier und gibt uns sein Wissen weiter.</p>
<p>Yatta ist eine Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern. Typisch für palästinensische Städte und Dörfer ist, dass sie keine Struktur haben. So erstreckt sich die Besiedlung über eine große Fläche und ein Stadtzentrum ist kaum auszunehmen.</p>
<p>Yatta wird für die nächsten drei Monate unsere Heimat sein. Hier bewohnen wir ein Haus mitten in der Stadt. Wir wurden auch gleich freundlich aufgenommen. Unsere Nachbarn haben uns zum Abendessen eingeladen. Herrlicher gelber Reis mit Gemüse und Huhn. Dazu Salat und Joghurt. Vorher und nachher natürlich Kaffee und Tee.</p>
<p>Ich bin schon gespannt, was der nächste Tag für Überraschungen birgt.</p>
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